† Claudia Wissmann

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 6. Februar 2026 um 00h36minzum Post-Scriptum

 

Der Atem stockt beim Eintreffen dieser Nachricht:

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© N.N.

Auch mir fehlen die Worte -
stattdessen diese Hinweise:

> CLAUDIA WISSMANN Lichtkunst

> Claudia Wissmann Wikipedia

> Lichtdesignerin im Interview: Wovor fürchten sich Menschen im Dunkeln? HAZ

Lichtkünstlerin Claudia Wissmann
© privat

> https://www.instagram.com/reel/DUGfLe_COPh/

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✨ Ein Abschied im Licht – für Claudia ✨

Claudia Wissmann ist eine derjenigen Künstler:innen, deren Licht nicht nur Räume verändert hat, sondern auch Menschen berührt hat. Ihre Arbeiten stellen seit Jahrzehnten das Verhältnis von Natur, Architektur und Licht in den Mittelpunkt und verändern, wie wir Orte wahrnehmen.
Besonders verbunden war sie mit der Markuskirche, an deren Fassade ihre Lichtskulptur Lichtgestalt strahlt und die Dunkelheit in ein kraftvolles Symbol verwandelt.

Claudia lebt mit ALS. Sie kann sich nicht mehr bewegen, wird über eine Sonde ernährt und kommuniziert über ihre Augen – ein Sprachcomputer wird zu ihrer Stimme, mit der sie weiter ihre Geschichte schreibt. Trotz aller Einschränkungen bleibt sie: eine leidenschaftliche, starke, kreative Frau, die für ihre Kunst lebt.

Ihr letzter Wunsch: Noch einmal an „ihre“ Markuskirche zurückzukehren.
Gemeinsam mit ihrer Freundin Andrea durften wir vom Herzenswunsch-Krankenwagen diesen Wunsch erfüllen.
In der Kirche warteten ihre Wegbegleiter:innen, Wegbereiter:innen, Schüler:innen und Künstler:innen. Es wurde gesungen, gelacht, geweint – ein Raum voller Liebe, Erinnerungen und tiefer Verbundenheit. Ein Moment, der zeigte, wie viele Herzen Claudia mit ihrem Licht berührt hat.
Am Ende bildeten alle einen Kreis um sie, hielten inne – und sangen Halleluja.
Ein leuchtender, kraftvoller Abschied für eine beeindruckende Frau.
Für Claudia. Für ihr Licht. Für alles, was bleibt. ✨

P.S.

Über das Sterben – Gespräch von Prof. Dr. Thomas Meyer mit Prof. Dr. Gian Domenico Borasio als ALS-Podcast #49 vom 14.06.2025. In: Gespräche zur Erforschung und Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose und zum Leben mit ALS.

Bereits mit der Diagnosestellung der ALS erhalten die Themen von Sterben und Tod eine besondere Bedeutung – sie erhalten eine persönliche Relevanz und emotionales Gewicht. Gleichzeitig sind sie häufig mit Angst, Unsicherheit und einer Vielzahl offener Fragen verbunden. Dieser komplexe, elementare und existenzielle Themenbereich wird in einem Gespräch mit Professor Dr. Gian Domenico Borasio diskutiert. Er ist Neurologe und Palliativmediziner, der in besonderer Weise mit diesem Thema verbunden ist, und dabei zu den profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Raum gehört. Gian Borasio war als Neurologe am ALS-Zentrum der LMU in München als ALS-Experte und klinischer Forscher tätig. In seiner weiteren Entwicklung hat er die Zentren für Palliativmedizin in München und Lausanne geleitet und blieb Menschen mit ALS eng verbunden. Einem größeren Publikum wurde als Buchautor bekannt – durch seinen Spiegel-Bestseller „Über das Sterben“.

01:30 erster Kontakt zur ALS und ALS-Forschung
04:30 Pionierrolle für die Palliativmedizin in Deutschland
09:40 Begriffsbestimmung von „Sterben“ und „Tod“
11:00 Angst vor dem Sterben
15:45 Angst vor „Atemnot“ oder „friedliches“ Sterben
20:00 palliative Sedierung
22:00 Orte des Sterbens
30:00 Sterben im Hospiz
33:00 Sterben im Krankenhaus
37:00 Sterben auf einer Palliativstation
39:00 Alleinsein und Begleitung im Sterben
42:00 Hospizbewegung
44:00 Analogie von Sterben und Geburt
47:00 „Hebammen des Sterbens“
54:00 Angst vor dem Tod („Horror vacui"; lat. „Angst vor der Leere")
1:00:00 Religiosität und Spiritualität
1:02:00 Sterbehilfe
1:05:00 Autonomie im Sterben bei der ALS
1:07:00 5-Jahres-Plan von Gian Domenico Borasio


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