BP: A -> Authentizität

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 12. März 2026 um 19h35minzum Post-Scriptum

 

Wer regelmäßig die Planungen zu unserem Buchprojekt verfolgt hat, mag sich daran erinnern, dass im dritten Teil anstatt einer dogmatischen Erklärung der Zukunft versucht wird, Begriffe herauszustellen, die in einer Zeit nach der Digitalisierung noch eine deutlich höhere Bedeutung haben werden als heute.

Dazu gehört gleich für den Buchstaben "A" das Wort Authentizität (das deshalb auch eine besondere Bedeutung und Qualität hat, da es im Englischen ebenso verwendet werden kann wie im Deutschen). In der Vergangenheit wurden immer wieder neue Beispiele gesucht, die dies unter Beweis stellen mögen. Heute werden - rückblickend für die gesamte Woche - 5 Radio-Beiträge zu diesem Thema vorgestellt.

Vom Dienstag, den 10. Februar 2026, gab es ein Beispiel von Christoph Möller aus der Sendung Tonart bei Deutschlandfunk Kultur, auf das hier exemplarisch verwiesen werden soll. Hören Sie selbst:

 Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 2: Der Körper als Attraktion

Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 2: Der Körper als Attraktion

Samt diesem exemplarischen Ausschnitt, der für so vieles spricht, was heute mehr gilt als je zuvor:

Laurie Anderson: ... well you don’t know me ... but I know you ...

Am Tag zuvor, Montag den 9. Februar 2026, der ebenfalls von Oliver Schwesig anmoderierte Beitrag:
 Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 1: Die Musikerin, die es nie gab

Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 1: Die Musikerin, die es nie gab

Am Mittwoch, den 11. Februar 2026, folgte:
 Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 3: Alles ist Plastik

Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 3: Alles ist Plastik

Am Donnerstag, den 12. Februar 2026, folgte:
 Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 4: Reaktionäre Strategien

Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 4: Reaktionäre Strategien

Am Freitag, den 13. Februar 2026, folgte:
 Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 5: Die Maschine übernimmt

Echt jetzt? Authentizität im Pop Teil 5: Die Maschine übernimmt

Und hier als ebenso später wie exemplarischer Nachtrag dieser Auszug aus den Dlf-Nachrichten vom 12. März 2026: Manipulierte Fotos in Berichten zu Iran entdeckt in dem es ganz entscheidend um das Thema der Authentizität - in diesem Fall von Agenturbildern - geht:

Manipulierte Bilder entdeckt [...] Grund sind Zweifel an ihrer Authentizität. Man habe vereinzelt Bilder identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generiert seien, hieß es. Zudem habe es Fotos gegeben, bei denen mutmaßlich mithilfe von KI unzulässige Veränderungen vorgenommen worden seien. Die Aufnahmen zeigten unter anderem eine Explosion in Teheran und den neuen Obersten Führer Mojtaba Khamenei an der Seite seines Vaters Ali Khamenei. Die Iran-Bilder wurden von der Agentur „SalamPix“ verbreitet. Über die französische Bildagentur „Abaca Press“ fanden die Bilder ihren Weg auch ins deutsche Angebot der Agenturen. „Der Spiegel“ hat bislang vergeblich versucht, Kontakt zu „SalamPix“ aufzunehmen.

P.S.

Einmal mehr erweist sich die "transmediale" im Rahmen der nun bevorstehenden Planungen für das nunmehr 40-jährige Festival zu Beginn des Jahres 2027 als eine gute Referenz, wenn es darum geht, schon früh auf zukunftsträchtige Themen hingewiesen zu haben. Die neue Kuratorin, die nunmehr die Planungen für dieses Ereignis aufnimmt, Barbara Cueto, hat bereits vor einem Jahrzehnt bei Valiz gemeinsam mit Bas Hendrikx den Sammelband: Authenticity? Observations and Artistic Strategies in the Post-Digital Age herausgegeben:

What does authenticity mean in a time where digital technology permeates every aspect of our lives?

Intro by Barbara Cueto & Bas Hendrikx

This book explores the position of the new authenticity, and attempts to conceptualize and understand whether it is relevant beyond Walter Benjamin’s aura of the original—and, if so, in what ways. In ten texts, essays, interviews, and artists’ contributions, it constructs a framework through which to explore contemporary connotations of authenticity. It is an inquiry into its value and relevance—into its status as a fluid, performative process dislocated from concepts such as identity and truth.

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