WS_2026-02-12

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 17. Februar 2026 um 01h44minzum Post-Scriptum

 

Grüße aus Berlin von der feierlichen Eröffnung der 76. Berlinale

Am 12. Februar 2026 wird im Berlinale Palast der Auftakt der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin gefeiert. Intendantin Tricia Tuttle und Jurypräsident Wim Wenders werden das Festival eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala wird die Internationale Jury vorgestellt und der Goldene Ehrenbär an Michelle Yeoh, eine der vielseitigsten und einflussreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation, verliehen. Die Laudatio hält Oscar-Preisträger Sean Baker (Anora). Als Moderatorin führt Désirée Nosbusch durch den Abend. [1]

Hier vorab ein Interview von Anna Wollner [2] mit Jurypräsident Wim Wenders im Inforadio des rbb (Do 12.02.2026, 17:13 Uhr) "Berlinale ist für mich wie Ferien"

Es ist ein Heimspiel für Jurypräsident Wim Wenders - ein Filmemacher zwischen Berlin und der Welt, zwischen Poesie und politischer Wachheit. Mit Werken wie "Der Himmel über Berlin" oder "Paris, Texas" hat er Filmgeschichte geschrieben, auf der Berlinale wurde der 80-Jährige mehrfach ausgezeichnet – mit dem Silbernen Bären ebenso wie mit dem Goldenen Ehrenbären. Nun kehrt er an sein Heimatfestival zurück, nicht als Preisträger, sondern als Jurypräsident. [3]

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Zum Ende dieses Abends lässt sich Wim von Britta Bürger zum Ausklang der Sendung Fazit im Deutschlandfunk Kultur wie folgt zitieren:

Den Vogel auf dem roten Teppich dieses Tages hat Donata Wenders [4] mit diesem Videobänderschipsel-Kleid ...

... und dieser Videokassetten-Tasche abgeschossen:

P.S.

Taxi FilmFest Berlin,
das TAXI Filmfestval vom 13. bis 22. Februar 2025:

Taxifilmfest Retro und Vorschau
https://www.taxifilmfest.de/
Heute ab 16:00 bis mindestens 20:00 Uhr.
Ver.di Kiezladen, Otawistraße 15
am U-Bf. Rehberge
Heute frieren die Berlinale-Sternchen wie jedes Jahr auf ihrem roten Teppich, wir machen es uns gemütlich und schauen uns an, was uns gefällt.
Es gibt eine Auswahl aus dem Programm 2024
https://www.taxifilmfest.de/article15.html
und dem Programm 2025
https://www.taxifilmfest.de/article85.html
sowie Einblicke in die Auswahl für das 3. Taxifilmfest 2026
Willkommen zu Tag 1 des Taxifilmfest-Vorprogramms.

 Taxi-Film-Fest dieses Jahr erst im Sommer
in der TAXItimes von Axel Rühle vom 12. Februar 2026.

Anmerkungen

[1

Nach der Gala wird als Eröffnungsfilm der 76. Berlinale die Weltpremiere von No Good Men der preisgekrönten afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat präsentiert.

Auf dem Roten Teppich werden als Ehrengäste der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer, und der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner sowie die Goldene Ehrenbär-Preisträgerin Michelle Yeoh begrüßt, außerdem die Mitglieder der Internationalen Jury, der Perspectives-Jury, der Jury des Berlinale Dokumentarfilmpreises, der Internationalen Kurzfilmjury sowie der Internationalen Jury von Generation und zahlreiche weitere prominente nationale und internationale Gäste.

Hier finden Sie eine Liste der Gäste, die zur Eröffnung erwartet werden, darunter Sean Baker, Bella Ramsey, Siri Hustvedt, Karim Aïnouz, Neil Patrick Harris, Radu Jude, Anwar Hashimi, Iris Berben, Daniel Brühl, İlker Çatak, August Diehl, Lars Eidinger, Maren Eggert, Mala Emde, Jan Ole Gerster, Jella Haase, Tom Tykwer, Edin Hasanović, Damian Hardung, Karoline Herfurth, Andreas Kleinert, Frederick Lau, Susanne Wolff, Oliver Masucci, Jannis Niewöhner, Christian Petzold, Max Riemelt, Emilia Schüle, Jannik Schümann, Matthias Schweighöfer, Ruby O. Fee.

Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 19:00 Uhr und wird auf Berlinale.de und YouTube live gestreamt sowie zeitversetzt am selben Abend vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb, 12. Februar um 22:20 Uhr) und von ZDF/3sat (13. Februar 2026 00:10 Uhr) ausgestrahlt.

[2Anna Wollner und Markus Trutt sind am Morgen nach der Eröffnung im Deutschlandfunk Kultur "Im Gespräch" mit Wladimir Balzer und dem Publikum in der Sendung Wenn Bären am Sternenhimmel explodieren zu hören.

[3

rbb|24: Herr Wenders, wie haben Sie auf das Angebot reagiert, Jurypräsident der diesjährigen Berlinale zu werden?

Wim Wenders: Ich fand das erst mal ein tolles Angebot. Tricia Tuttle ist in mein Büro gekommen, ich wusste überhaupt nicht worum es geht. Erst dachte ich, ich soll irgendeinen Preis übergeben. Ich musste aber wirklich in mich gehen und überlegen. Ich habe noch sehr viel vor, viel zu tun, stecke mitten in der Endproduktion meines nächsten Films. Eigentlich wollte ich absagen, aber meine Frau Donata hat mich überredet. Ich hab meine Cutterin jetzt zwei Wochen in den Urlaub geschickt und habe nichts anderes zu tun. Ich gucke nur Filme. Berlinale ist für mich wie Ferien.

rbb|24: Worauf freuen Sie sich am meisten?

Wenders: Auf die 22 Filme. Aber auch auf die Gespräche mit den sechs Jurymitgliedern. Wir haben uns bereits kennengelernt. Ich war schon mehrfach in Jurys, das war jeweils die beste Zeit, die ich auf Festivals hatte. Deswegen bin ich frohen Mutes für die kommenden Tage.

rbb|24: Was muss für Sie ein Film haben oder mitbringen?

Wenders: Er muss mich umhauen. So ein Preis gibt einem Film immer Aufmerksamkeit, und dann will ich schon, dass es ein Film ist, von dem man auch seinen Freunden erzählen würde. Wir haben ja zum Glück mehrere Bären. Ich habe schon Tricia Tuttle gefragt, ob wir noch mehr verleihen dürfen. Sie hat leider nein gesagt.

rbb|24: Was bedeutet Ihnen die Berlinale ganz persönlich?

Wenders: Es ist halt zu Hause. Sonst fährt man zum Festival, jetzt kommen alle her. Das ist schon ein anderes Gefühl. Wenn man sich zu Hause fertig macht, nicht im Hotel, über den Teppich geht und danach nach Hause. Der große Unterschied ist, dass viele Leute aus der ganzen Welt kommen, man viele alte Freunde wieder sieht.

rbb|24: Gibt es einen besonderen Moment aus früheren Berlinalen, der Ihnen unvergessen ist?

Wenders: Meine ersten Berlinale-Jahre waren eigentlich die schönsten. Ich habe dort meinen großen Helden getroffen, François Truffaut. Die Berlinale 1976 oder 1977 muss das gewesen sein. Da war die Berlinale noch im Sommer, wir trugen alle T-Shirts, kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen. Wir sind im Zoopalast zufällig ineinandergelaufen. Er wirkte etwas verloren, es gab keine Gästebetreuung und er war froh ein bekanntes Gesicht zu sehen, wir wurden uns vorher einmal vorgestellt. Wir haben uns so verquatscht, dass ich meinen nächsten Film verpasst habe. Ich bin dann stattdessen Eisessen gegangen.

rbb|24: Was macht die Berlinale so einzigartig und besonders?

Wenders: Andere Festivals sind industriebetonter oder auch karrierebetonter. Die Berlinale ist durch das Publikum ein sehr weltoffenes Festival. Die Berlinale passt nicht so richtig ins Regelwerk der Filmindustrie. Ich meine das nicht böse, aber in Venedig sind die Filme, um ins Oscarrennen zu starten. In Cannes verkauft man seinen Film. In Berlin kommen Filme aller Couleur, vor allem die politischen Filme. Berlin hat das lässigste Festival.

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