Kommt das Ende von Social Media?
VON: Linus Lüring
BR24 Medien | 30.1.2026 | Ausstrahlung am 1.2.2026
Weniger private Posts, sinkende Interaktion, wachsende Unzufriedenheit - immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass soziale Medien an Bedeutung verlieren. Statt Austausch dominieren endlose Feeds, KI-generierte Inhalte und ein Medienkonsum, der eher an Durchscrollen als an Kommunikation erinnert. Die Frage: Hat Social Media den Höhepunkt überschritten? Dabei war der Anspruch einst ein anderer. Als Mark Zuckerberg Facebook aufbaute, sprach er davon, Menschen eine Stimme zu geben, sie zu vernetzen und Gemeinschaft zu ermöglichen. Heute wirkt dieses Versprechen weit entfernt von der Realität vieler Nutzerinnen und Nutzer. In BR24 Medien ordnet Linus Lüring diese Entwicklung gemeinsam mit der Medienwissenschaftlerin Alexandra Borchardt (Universität Oxford und TU München) und Christian Simon vom Media Lab Bayern ein. Sie sprechen über rückläufige Nutzung, "Binge-Media" statt Social Media, den Einfluss von KI - und darüber, ob Alternativen wie das Fediverse eine Antwort auf die aktuellen Probleme sein können. Shownotes: - Das Whitepaper von Media Lab Bayern und SWR "Kann das Fediverse eine Alternative zu den Social-Media-Monopolisten sein?": https://www.swr.de/unternehmen/innovation/whitepaper-fediverse-100.html - Analyse zu den Veränderungen in sozialen Medien von Alexandra Borchardt bei Medieninsider "Binge Media statt Social Media": https://medieninsider.com/kolumne-alexandra-borchardt-binge-media-social-media/26687/ (Bezahlinhalt) - Podcast "Hype Institut" von Christian Simon beim Media Lab Bayern: https://www.media-lab.de/de/podcasts/hype-institut/
Aus dieser Sendung werden wir zwei Zitate von Alexandra Borchardt herauslesen, in denen klar wird, worum es in Zukunft mehr denn je gehen könnte:
Dazu als Ergänzung dieser Eintrag vom "Institut für Digitale Resilienz" VOCER
Menschen statt Maschinen
Wie journalistische Produkte in ein paar Jahren aussehen werden, lässt sich nicht absehen. Zu groß sind die Veränderungen der Mediennutzung, die durch KI-Technologien bevorstehen. Klar ist aber: Journalismus braucht Erneuerung dringend wie noch nie.
Dabei reicht es nicht, mit der Adaption von KI-Technologien in den Medienprodukten auf die technologische Herausforderung zu antworten. Wir müssen ebenso hart daran arbeiten, dass Journalist:innen in der Gesellschaft für den Journalismus stehen – und nicht Maschinen.