WS_2026-03-11

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 12. März 2026 um 14h32minzum Post-Scriptum

 

91,4 Prozent Gewinneinbruch bei Porsche: Von 3,6 Milliarden im Jahr 2024 auf 310 Millionen Euro Ergebnis nach Steuern im Jahr 2025. Bleibt das Luxus-Segment dennoch weiterhin der Hoffnungsträger: "Value over Volume" als Alternative zu Preissenkungen, nachdem schon Mercedes sich an diesem Konzept deutlich verhoben hatte? Bleibt der Abschied von der uneingeschränkten Elektro-Strategie und der damit verbundene Reinvestitionsaufwand von mehr als 2 Milliarden Euro die richtige Rückzugsentscheidung? Wir können da vielleicht nicht mitreden, da wir nicht zu den gut 170 Milliardären gehören, die es allein in Deutschland gibt: ein Drittel mehr als noch im Jahr zuvor [1]. Aber selbst wenn jede(r) von ihnen einen der neuen Neunhundertelfer kaufen würde , oder retrohalber einen Alten oder wie Gates einen Taycan, würde das den Umsatzeinbruch nicht stoppen. Und Elon Musk, derzeit Spitzenreiter der ca. 3000 Superreichen weltweit, hat seine eigene Autofirma und auch mit dieser sein Vermögen allein im letzten Jahr nochmals verdoppeln können, während sich Porsche im Netz noch mit Vierhundertvierern herumschlagen muss:

Jessica Sturmberg in der Sendung "Wirtschaft am Mittag", moderiert Thomas Wagner am 11. März 2026 ab 13:44 Uhr: Porsche meldet hohen Gewinneinbruch

Porsche meldet hohen Gewinneinbruch

P.S.

Am nachfolgenden 12. März 2026 ist in der Süddeutschen Zeitung laut Dlf-Wirtschaftspresseschau zu lesen:

Der Gewinn kollabiert, die Nachfrage am Boden, die Aussichten düster. Es ist ein Absturz innerhalb weniger Jahre. Und die Stuttgarter sind nicht die Einzigen. Mercedes, Volkswagen, die Opel-Mutter Stellantis – überall kämpft Europas Autoindustrie mit einer Krise, die einfach nicht enden will. Oder: Ist das überhaupt noch eine Krise? Ist das nicht eigentlich etwas anderes, größeres, das da auf die wichtigste Industrie des Kontinents zurollt: ein ausgewachsener Strukturwandel, der gerade anfängt, sich erst durch die Bilanzen und bald auch durch die Werke der Konzerne frisst? Die Anzeichen dafür verdichten sich jedenfalls gerade mit jedem Quartal, in dem die Auto-Hersteller weitere schlechte Nachrichten veröffentlichen und zusätzliche Sparpakete verkünden.

Anmerkungen