Dieser Beitrag aus Anlass des 80. Geburtstages von Wilhelm Ernst Wenders ist einer von nunmehr gut und gerne fünfzig Beitägen auf dieser Plattform - so auch diesem vom 14. August 2015 - und nimmt Bezug auf den Bericht von der Eröffnung der Ausstellung Wenders In Motion: W.I.M. Die Kunst des Sehens in der Bundeskunsthalle Bonn ab dem 1. August 2025 - und wurde auch bereits an diesem Tag verfasst.
Hier als pars pro toto zwei Berichte, die am Tag der Ausstellungseröffnung erschienen waren:
– Ein Auszug aus der Deutschlandfunk-Sendung "Kultur heute" vom 1. August 2025, moderiert von Henning Hübert: Susanne Luerweg: „W.I.M. – Die Kunst des Sehens“: Große Ausstellung zu Wim Wenders 80. Geburtstag in der Bonner Bundeskunsthalle
– Ein Beitrag von Andrea Budke für die ZDF-heute-Nachrichten vom 1. August 2025
Und dennoch: So sehr einen dieser Tag freut - und all die Würdigungen, die aus diesem Anlass noch erscheinen - so seltsam kommt einem dieser Blick auf einen ’musealen’ Wenders vor.
So selten und eher flüchtig die Begegnungen mit ihm [1] auch gewesen sein mögen - zu gross war die Scheu gerade wegen einer deutlich empfundenen Nähe - sie waren in der Folge immer Anlass für etwas Neues, mental wie technisch.
Schauen wir doch nur auf diesen im ZDF-zitierten Filmausschnitt von dem im Schuss fallenden, aber nicht erschossenen Kameramann …
... zu dem auch die Google-Bildersuche keinen Zugang hat:
Oder auf eines der grandiosen Portraits, in denen die Verwendung der 3D-Technologie wahrlich Sinn gemacht - und gestiftet - hat: 2011: Pina [2], 2015: Every Thing Will be Fine [3], 2016: The Beautyful Days Of Aranjues, 2023: Anselm ’93 [4], und in 2026 (?) der Zumthor Film [5], so der Arbeitstitel.
Oder auf den Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Vorlesungsreihe an der LMU München in den Jahren 2002-2005: ICONIC TURN Das neue Bild der Welt
FELIX BURDA MEMORIAL LECTURES
– Auf der Suche nach Bildern, "Every Picture Tells a Story" - von ORTEN als AUTOREN - und von unserem digitalen Zeitalter
In dieser Zeit hatte Wim Wenders gleich diese zwei Musikfilme bis in die Kinos gebracht: 1999: Buena Vista Social Club mit Ry Cooder und Ibrahim Ferrer und 2003: The Soul of a Man u.a. mit Lou Reed und Marc Ribot (und Shemekia Copeland, Alvin Youngblood Hart, Garland Jeffreys, Chris Thomas King).
Im Rahmen einer Radiosendung vom 18. Oktober 2024 [6] ging es auch darum, daran zu erinnern, wie bereits zu Beginn der 90er Jahre im Rahmen der Arbeit an Until the End of the World...
...Wim erstmals mit digitaler Technik in Berührung kam...
...in einem neuen digitalen High-Definition-Schneideraum von NHK, der gerade erst fertiggestellt und den Technikern in seiner Funktionsweise selbst noch gar nicht bekannt war:
2008 gab es die Möglichkeit, Wim Wenders selbst zu befragen:
Und - aus Anlass des heutigen Tages als virtuelles Geburtstagsgeschenk - die Zusammenstellung einiger Sätze zu den Themen "Liebe“ und "Sehen" des Herzchirurgen Reinhard Friedl aus der Sendung "Im Gespräch" vom 4. August 2025 mit Ulrike Timm:

