Fragen rund um die IFA

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 12. September 2025 um 01h15minzum Post-Scriptum

 

Nein, mit dieser Ansammlung von Fragen ist noch nicht sogleich die Zukunft der IFA infrage gestellt, aber es gibt auch im zweiten Jahr nach dem Neustart immer noch viele Baustellen, an denen gearbeitet wird / werden muss.

I.

Beginnen wir mit dieser Positiv-Meldung, hier zitiert auf der Webseite der Messe Berlin vom 5. September 2025: IFA Berlin bleibt bis 2034 in der Hauptstadt

v.l.n.r.: Dr. Mario Tobias, CEO Messe Berlin, Leif Lindner, CEO IFA Management, Lisa Hannant, CEO Clarion Events, Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin GFU, Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin

Allein, was da im Hintergrund geschah und geschieht, bleibt nach wie vor intransparent. Anfragen an die beiden Geschäftsführer der Messe Berlin mit der Bitte um ein Hintergrundgespräch sind nach wie vor im Sande verlaufen. Eine direkte Anfrage für ein erneutes Interview mit Lisa Hannant [1] blieb unbeantwortet, ebenso eine entsprechende Bitte um Vermittlung an die Pressestelle der IFA-Management GmbH. Auch eine Weiterleitung an James McGough, Managing Director Clarion Events | Executive Director IFA unterbleibt.

Und so bleibt es denn bei diesem LinkedIn-Beitrag vom Wochenende, für dessen Vermittlung denn auch wahrlich kein Journalist mehr zur Verfügung stehen sollte:

🚀 Day 2 of IFA Berlin 2025 was absolutely electric!
The vibe around the exhibition, content stages and features was off the charts. A huge shoutout to the brands, speakers and innovators pushing boundaries—your bold ideas are shaping what’s next.
Grateful to be part of this global platform where creativity and technology collide. Let’s keep the momentum going for Day 3! 💡

II.

Ja, diese Fragen richten sich nicht nur an das IFA-Management, sondern auch an die Journalistinnen selbst: Denn schon auf der IFA PK wurden uns die Namen und Profile dieser "IFA Ambassadors" vorgestellt:

Sie lieben Technik, setzen Trends und nehmen Millionen mit hinter die Kulissen. Repräsentiert durch Vertical Influence by InSocial Media zeigen unsere Ambassadors, was die IFA 2025 besonders macht – live, nah und inspirierend.

Zu den sieben auf der Webseite www.ifa-berlin.com/de/besuchen präsemtierten InfluencerInnen gehört (was für ein Fortschritt... WS :-) auch eine Frau, weshalb wir ihr in diesem Line-up den Vorrang einräumen:

 Jen loves Tech
https://www.youtube.com/@jenlovestech
 [2]

 Bluebrywow
https://www.youtube.com/@Bluebrywow

 DasistJay
https://www.youtube.com/@dasistjay

 Ilias_bsd
https://www.youtube.com/@iliasbsd

 iKnowReview
https://www.youtube.com/@iKnowReview
 [3]

 FelixBa
https://www.youtube.com/@felixba

 JOCR
https://www.youtube.com/@JOCRTV
 [4]

In einem internen Vorschlag an die Veranstalter war davon die Rede, sich gegen Ende der Show mit diesen und einigen JournalistInnen an einen runden Tisch für einen Podcast zusammenzusetzen und Fragen zu besprechen wie diese:

Was haben wir gemeinsam, was trennt uns? | Wie bauen wir die Beziehungen zu den Ausstellern auf? | Wodurch unterscheiden sich unsere Distributionskanäle? | Wie lässt sich unsere Arbeit finanzieren? | Wenn wir die Wahl hätten, würden wir eine andere Rolle / Funktion vorziehen? | Was sind die längerfristigen Aussichten, Perspektiven, aber auch Gefährdungen?

Die Reaktionen changierten zwischen Erstaunen und lauter Zustimmung, letztlich umsetzen wollte es aber (noch? WS) Keine(r).

III.

Gibt es überhaupt noch das klassische Interview, in dem mehr geschieht, als dass die dafür Ausgewählten ihre gut vorbereiteten Sprüche aufzeichnen lassen, wie hier in diesem immer noch um Informationsvermittlung bemühten MDR-Beitrag vom 5. September 2025:

Der kurze Auszug aus dem Interview mit Frau Dr. Warneke zeigt, dass es doch noch gehen könnte. Und so haben wir uns am Folgetag, dem 6. September 2025 [5], nochmals zu diesem vorerst letzten Gespräch in dieser Funktion mit der GFU-Geschäftsführerin zusammengesetzt.

P.S.

In Ergänzung zu Punkt !. ist festzuhalten, dass diese Nichtbeachtung von Presseanfragen nicht auf die hier geschilderten Fälle im Umkreis der Veranstalter beschränkt blieb. Der Umstand, nicht – um exemplarisch zwei Medien mit einem "B" zu benennen – für die BILD oder die BBC berichtet zu haben, hat auch im Umfeld der Unternehmenskontakte zu solchen vergleichbaren Resultaten geführt, obgleich die angeschriebenen Personen bereits persönlich bekannt waren. Wir nennen hier zwei Unternehmen, die mit dem Buchstaben "P" beginnen: Panasonic und Plaud.
Wir haben das Thema nochmals im Umfeld des Beitrages Fragen rund um die IFA aufgeworfen und gefragt, ob uns JournalistInnen nicht schon heute die sogenannten InfluencerInnen den Rang abgelaufen haben.

Anmerkungen

[1Dieses wurde am 6. September 2024 hier publiziert: IFA 2024: Presse Einladungen (III) incl. Lisa Hannant.

[2

[3

[4

[5jenseitts der IFA-Paper#3 - Erklärung


4261 Zeichen