Zunächst einmal ist es bitter festzuhalten, dass mit diesem Eintrag ein Thema weiter forciert wird, dessen Behandlung eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. Aber es ist nun mehr als ein Monat vergangen, ohne dass es gelungen wäre, mit den bordüblichen Mitteln dafür zu sorgen, dass diese Seite wieder für eine allgemeine kostenfreie Nutzung zur Verfügung stehen würde.
Dabei gibt es doch andere Seiten, die mit dem gleichen System und Server auf dem Weg gebracht worden sind, so die zur eigenen Person siegert.berlin/ und über die eigene Firma iris.berlin/. In beiden Fällen aber lässt sich feststellen, dass diese im Vergleich zu dieser Plattform nicht eine vergleichbar hohe Publikums-Attraktivität gewonnen haben. Die sich in den letzten mehr als 20 Jahren herauskristallisierte Attraktivität dieser Seite hat zur Folge, dass sie mehr und mehr auch von den Crawlern und Bots aufgesucht, angegriffen und gekapert wird.
Dabei muss gar nicht in allen Fällen ein sogenannter feindlicher Angriff unterstellt werden. Es lässt sich vielmehr aufgrund der inzwischen untersuchten Skripte und Logfiles nachweisen, das es in den Häusern der Tech-Bro’s generierte Systeme gibt, die immer und immer wieder danach schauen, wo es noch Möglichkeiten gibt, die Qualitätsangebote anderer Quellen zu kapern und für die eigene Sache auszunutzen.
Wir haben das sehr eindeutig auch an vielen anderen Stellen inzwischen erleben müssen und stellen fest, dass dieses hier erfahrene Dilemma nicht ein spezifisches Problem dieser Anwendung ist. Wir stellen vielmehr fest, dass vergleichbare Probleme selbst aufseiten wie jenen der Wikipedia festzustellen sind. Und es an deren Stelle nicht möglich war, die entsprechenden Konzerne dazu zu veranlassen, die von der Wikimedia angebotenen Schnittstellen zu nutzen, da diese Nutzung ja mit kostenpflichtigen Auflagen verbunden wären. Vielmehr sind wir dem Verwertungsinteresse dieser Konzerne offensichtlich fast schutzlos ausgeliefert. Und es bedarf vielerlei Können und Intelligenz, um sich gegen diese Maßnahmen zu verwehren.
Wir haben daher für die Zukunft von DbD heute in einer Konferenz der wichtigsten daran Beteiligten folgende drei Aufgaben fixiert:
Erstens, die Wiederherstellung der Seite in ihren bisherigen Formaten und mit den bisher üblichen Verfahrensweisen, um auch weiterhin einen ungehinderten kostenfreien Zugriff auf die inzwischen mehr als 9000 hinterlegten Files zu ermöglichen.
Zweitens, die Durchsetzung der Hinterlegung dieser ISSN-zertifizierten Seiten auf den Servern der Deutschen Nationalbibliothek, selbst, ja gerade auf dem Hintergrund ihrer inzwischen schriftlich mitgeteilten Weigerung, dies tun zu wollen.
Drittens, das Bemühen, ganz bewusst und unter Inanspruchnahme der neuen Möglichkeiten der sogenannten KI Verfahren zu entwickeln, um den Zugriff auf diese bisher entstandene Daten- und Informationsmenge in einem neuen interaktiven Format so bereitzustellen, dass diese nicht nur in der chronologischen Reihenfolge, sondern auch unter der Benennung von inhaltlichen Schwerpunkten themenbezogen aufgerufen werden können.
Für alle diese Entwicklungen und Ziele wurden massgebliche und technisch hochattraktive Entscheidungen avisiert und in ihrer Umsetzung beschlossen. Sobald deren Vollzug stattgefunden hat, wird es einen weiteren Beitrag zu diesem Thema geben, in dem dann aber mit einem hoffentlich eher positiven Kontext gerechnet werden kann.