Gleich am ersten Tag der Veranstaltung gab es diesen Kommentar von Harald Welzer [1] in der radio eins / rbb - Sondersendung vom 18. Mai 2026:
Kommentar von Harald Welzer
Der Soziologe Harald Welzer kritisiert in seinem Kommentar zur re:publica 2026 das diesjährige Motto "Never Gonna Give You Up" als unzureichend. Zwar sei Zuversicht ein wichtiges Signal, doch fehle es an belastbaren Antworten auf zentrale gesellschaftliche Probleme der digitalen Welt, so der Soziologe.
Zum Ende der Woche dann auf radioeins/rbb das Medienmagazin von Teresa Sickert - nicht nur - über "Die re:publica 2026":
Die re:publica 2026
"Never Gonna Give You Up" – so lautete das Motto der re:publica 26. Die digitale Gesellschaftskonferenz rief dazu auf, nicht aufzugeben angesichts der multiplen Krisen in unserer Welt. In dieser Ausgabe des Medienmagazins blicken wir darauf, was das für den krisengebeutelten Journalismus bedeutet.
Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird +++ Street Credibility statt Elfenbeinturm – wie Arbeiter*innenkinder den Journalismus retten +++ Wie Menschen in Deutschland heute über Medien denken +++ Wer sendet hier eigentlich? Motivationen & Einstellungen in der deutschen Podcastszene
Deutschlandfunk Kultur in der Sendung "Breitband. Das Magazin für Digitalkultur von Deutschlandfunk Kultur." mit Martin Böttcher, Vera Linz, Hagen Terschüren und als Gast Martin Krzywdzinski vom 23. Mai 2026 re:publica 2026
Marginalisierte Stimmen bezwingen den Algorithmus [2]
Benachteiligte Stimmen haben es auf Social Media schwer. Auf der re:publica wird gezeigt, wie viraler Erfolg auch für wenig beachtete Themen möglich wird. Außerdem: Wie der KI-Einsatz die Arbeitswelt verändert und digitale Souveränität gelingen kann.
Nach einer Abfrage zum allgemeinen Eindruck vorab sind die Themen: Digitale Teilhabe (Hagen), Ki in der digitalen Arbeitswelt (Martin), und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa (Vera):
Republica 2026: Wie steht’s im Kampf um Digitale Souveränität?
Auf der Digitalmesse Republica dominieren skeptische Töne zu Künstlicher Intelligenz. Medienhäuser experimentieren längst mit KI, fürchten aber um Reichweite, Geschäftsmodelle – und ihre Rolle in der Demokratie.
Auf der Digitalkonferenz Republica in Berlin wurde viel über Künstliche Intelligenz gesprochen. Und vor allem über ihre Schattenseiten für Medien und Demokratie. Paneltitel wie "Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird" oder "KI und Faschismus" machten die Richtung klar. Forscher Rainer Mühlhof warnte: "Der neue Faschismus ist eine KI-Technokratie." Die Expansionstendenzen der KI-Industrie liefen auf "einen Abbau der Demokratie zugunsten technokratischer Herrschaftsstrukturen" hinaus.
Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus grundlegend. Auf der Republica diskutierten Expertinnen und Experten nicht nur über praktische KI-Tools im Redaktionsalltag, sondern vor allem über Machtfragen: Wer kontrolliert die Informationsinfrastruktur, wer verdient an Inhalten und wer eben nicht? Christian Schiffer erklärt in BR24Medien den „KI-Kapitalismus“, Mathias Spielkamp kritisiert Googles KI-Übersichten als „keinen fairen Deal“ für Medien und beschreibt Einbrüche bei Reichweite und Refinanzierung.
Gäste:
Christian Schiffer, KI-Experte, Bayerischer Rundfunk
„KI ist einfach als Toolbox schon angekommen – aber es ist eher noch der KI-Schraubenzieher als der große KI-Hammer.“
Matthias Spielkamp, AlgorithmWatch
„Das ist eine Art erpresserisches Modell – Google missbraucht seine Marktmacht.“
[...]
Maria Exner, Intendantin des Berliner Journalismushauses Publix
„Im journalistischen Alltag ist es so, dass KI so sogar weniger effizient machen kann, wenn am Ende die Ergebnisse der Maschine mühsam vom Menschen überprüft werden müssen oder wenn man dem Ergebnis nicht voll und ganz vertrauen kann.“
Harald Welzer kam 1958 in Bissendorf bei Hannover zur Welt. Er studierte Soziologie, Politische Wissenschaft und Literatur. Später promovierte er in Soziologie. Noch ein bisschen später habilitierte er in Sozialpsychologie und Soziologie.
[2] Die hinter diesem Link hinterlegten Namen wurden korrigiert. WS.