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44 Bilderkarten zur Gegenwart und Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland

Mittwoch 16. September 2026, von Dr. Wolf Siegert

Neuausgabe der Bilderkarten zur Gegenwart und Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland

Vorstellung und Austausch zum pädagogisch-didaktischen Einsatz

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Datum der Veranstaltung Mittwoch, 16. September 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 17:00 – 18:30 Uhr
Ort der Veranstaltung Bonn

Über die Veranstaltung

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die Deutsche UNESCO-Kommission und das Jüdische Museum Frankfurt stellen am 16. September 2026 von 17.00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr gemeinsam die Neuausgabe der Interner Link: Bilderkarten zur Gegenwart und Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland
im bpb:medienzentrum in Bonn vor.

Jüdisches Leben in Deutschland ist vielfältig – und ist dabei oft wenig sichtbar, gerade vor dem Hintergrund aktueller Bedrohungen. Im Hinblick auf die Zunahme antisemitischer Vorfälle und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen über Vielfalt und Zugehörigkeit können alltagsnahe Einblicke und Perspektiven zum jüdischen Leben in Deutschland wichtige Denkanstöße geben und für den pädagogischen Austausch und Perspektivwechsel genutzt werden.

Die Neuausgabe der Bilderkarten ist eine erweiterte und grundlegend überarbeitete Fassung des erstmals 2021 mit einer Förderung des Auswärtigen Amtes vorgelegten Bildungsmaterials. Insgesamt 44 Bilderkarten öffnen über einen visuellen Ansatz Zugänge zu Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens. Dabei werden auch die Folgen des Massakers vom 7. Oktober 2023 für Jüdinnen und Juden in Deutschland thematisiert.

Durch einen niedrigschwelligen Zugang eignet sich das Material sowohl für den Einsatz in der Schule (Sekundarstufe I/II), in der außerschulischen Bildungsarbeit als auch in der Erwachsenenbildung. Die Bilderkarten tragen zu einer diversitätssensiblen und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit bei.

Die Veranstaltung wird durch Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, und Dr. Volker Ullrich, Vizepräsident der Bundeszentrale für politische Bildung, eröffnet. Danach werden die Bilderkarten und deren Einsatzmöglichkeiten im pädagogisch-didaktischen Kontext durch die Autorinnen und Autoren Rifka Ajnwojner, Manfred Levy und Klaus Schilling vorgestellt sowie die einzelnen Themenbereiche der Bilderkarten in den Blick genommen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zum genaueren Kennenlernen und zum Austausch über das Bildungsmaterial.

Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, ein Exemplar der Bilderkarten zu erhalten. Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Empfang statt.

Veranstaltungsadresse:
bpb:medienzentrum Bonn
Bundeskanzlerplatz 2E
53113 Bonn

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Externer Link: Deutsche UNESCO-Kommission, Externer Link: Jüdisches Museum Frankfurt


Zur Erinnerung:

Jüdisches Leben in Deutschland

Im Dezember 321 teilte der römische Kaiser Konstantin den Kölner Ratsherren mit, dass es fortan gesetzlich möglich sei, auch jüdische Bürger in den Rat zu berufen. Sein Brief gilt als die älteste schriftliche Quelle, die jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands belegt. Er ist somit die Grundlage dafür, dass 2021 das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ begangen wurde.

In den 24 Beiträgen dieses Buches, die zum überwiegenden Teil auf einen Call for Papers für „Aus Politik und Zeitgeschichte“ zurückgehen, spiegelt sich ein kleines Stück der Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland wider – von den frühen Anfängen bis in die Gegenwart. Sie zeigen, dass gelebtes Judentum wesentlich mehr ist als Religion, und dass es innerhalb der jüdischen Community in Deutschland eine große Bandbreite unterschiedlichster und sich wandelnder Identitäten gibt.